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Familienhebammen

 

sind staatliche examinierte Hebammen mit Erfahrung im freiberuflichen Bereich und einer abgeschlossenen Weiterbildung, deren Tätigkeit die Gesunderhaltung von Mutter und Kind fördert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der psychosozialen, medizinischen Beratung und Betreuung von Familien mit erhöhtem Förderbedarf bis zum vollendeten 1. Lebensjahr des Kindes.

 

Schwerpunkte der Familienhebammenarbeit sind:
Einbettung der Familie in ein soziales Netz mit Hilfe niedrigschwelliger Angebote und aufsuchender Tätigkeit Gesundheitsförderung und Prävention durch Motivation zur Selbsthilfe Förderung der Mutter-Kind-Bindung Netzwerkarbeit und Kooperation mit anderen Institutionen und Berufsgruppen um Versorgungslücken zu schließen Arbeit an Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Betreuung Weitere Tätigkeitsfelder der Arbeit finden Sie hier.

 

Zielgruppen von Familienhebammen sind Familien die durch gesundheitliche, medizinisch-soziale oder psychosoziale Belastungen gefährdet sind. Zum Beispiel:

 

  • Familien mit Suchtproblemen
  • Jugendliche Mütter
  • Frauen mit psychischen Belastungen (z.B. Trauernde) und/oder psychischen Erkrankungen
  • Frauen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Aids, Hepatitis, Epilepsie) oder Behinderung (geistig/körperlich)
  • Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung (geistig/körperlich)
  • Frauen mit eingeschränkter Fähigkeit zur Alltagsbewältigung
  • Analphabetinnen
  • Migrantinnen
  • Frauen mit ungeklärtem Aufenthaltsstaus
  • Familien in Armut (z.B. mit vielen Kindern, Überschuldung)
  • Unsichere, überforderte Frauen
  • Allein Erziehende/verlassene Frauen
  • Frauen mit ungewollter Schwangerschaft
  • Familien mit Kindern, die von Vernachlässigung und Misshandlung bedroht sind/nachdem ihnen ein Kind behördlicherseits weggenommen wurde
  • Adoption
  • Gestörte Mutter-Kind-Beziehung

 

 

Fortbildung


Seit Anfang 2007 gibt es in Bayern die Fortbildung "Von der Hebamme zur Familienhebamme" an der bis Ende 2010 bereits über 100 Hebammen teilgenommen haben.
Die Fortbildung wird je nach Nachfrage an unterschiedlichen Orten angeboten. Sie besteht aus vier Einheiten, die jeweils vier Tage dauern und innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist außer dem Hebammenexamen, die Mitgliedschaft im Verband, eine zweijährige freiberufliche Tätigkeit sowie die Absolvierung der Maja-Ausbildung (kann auch parallel zur Weiterbildung gemacht werden). Bitte hier klicken, um mehr über die Ausbildungsinhalte zu erfahren.

Nach erfolgreicher und regelmäßiger Teilnahme erhalten die Hebammen ein Zertifikat.

 

Hier können Sie die Liste der in Ausbildung befindlichen und der bereits ausgebildeten bayerischen Familienhebammen einsehen.

 

Nähere Informationen zur Ausbildung und Projekten in Bayern erhalten Sie bei der Beauftragten für Frühe Hilfen: Petra Hemmerle - hemmerle@bhlv.de.

 

Weitere Informationen z.B. über Bundesprojekte erhalten Sie unter: www.familienhebamme.de