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Tätigkeitsfeld

 

Die Ausgestaltung der Bundesinitiative ist in einer gemeinsamen Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern festgehalten, die seit dem 1. Juli 2012 gilt. Die Umsetzung der Bundesinitiative in Bayern ist in den Förderrichtlinien vom 6. Februar 2013 geregelt. Eine weitere Grundlage für die Umsetzung ist zudem das mit dem BMFSFJ abgestimmte bayerische Landeskonzept.

 

Im Rahmen der Bundesinitiative arbeiten Familienhebammen in Bayern unter der Steuerungsverantwortung des Auftraggebers KoKi- Netzwerk frühe Kindheit (www.koki.bayern.de).

Daraus ergibt sich, dass die Familienhebamme zwei Auftraggeber hat, das Jugendamt und die Familie.

Ihre primär- und sekundärpräventive Unterstützung richtet sich grundsätzlich an alle Familien in belasteten Situationen ab der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes. Diese Hilfestellung wird aus sehr verschiedenen Anlässen in Anspruch genommen, diese können von „einfacher Unsicherheit" beim ersten Kind bis zu schwierigen Familiensituationen reichen. Folglich können sich Handlungsbedarfe und -ziele der Familienhebammenarbeit sehr stark unterscheiden.


Familienhebammen beraten die (werdende) Mutter, den (werdenden) Vater oder eine andere primäre Bezugsperson vor allem in gesundheitlichen und psychosozialen Aspekten, sowohl der Eltern als auch des Kindes. Sie sind kennen das Netzwerk frühe Kindheit gut und können bei Bedarf in den Familien für zusätzliche Hilfs- und Unterstützungsangebote werben. Sie stellen damit eine Schnittstelle zwischen dem Gesundheitssystem und der Kinder- und Jugendhilfe dar.


Die Inanspruchnahme einer Familienhebamme im Rahmen der Bundesinitiative basiert auf Freiwilligkeit und eine Ablehnung der Leistung hat für die Familie keine negativen Folgen.